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Musikologie ist die im deutschen weniger gebräuchliche Bezeichnung für Musikwissenschaft (engl.: musicology). Für meine Grundlagenreflexion des Musizierens gefällt sie mir besser.

Musizieren ist ein komplexer Vorgang, bei dem mentale, körperliche und emotionale Fähigkeiten aufeinander abgestimmt sein sollten. Weniger optimale Spielweisen führen zu Unzufriedenheiten oder sogar zu körperlichen Verschleißerscheinungen, sogenannten Musikerkrankheiten.

Ein bewußtes Verständnis dieser Zusammenhänge ermöglicht es Schäden vorzubeugen und sich zugleich die gewünschten musikalischen Maßstäbe zu erfüllen.

Inspiriert hat mich hierbei vor allem die Musikpädagogik von Alexander Truslit, die er aufbauend auf die Einsichten der Pianistin Elisabeth Caland entwickelte. Sie beruht auf der Einheit von körperlicher Bewegungswahrnehmung (Kinästhetik) und musikalischer Struktur, woraus sich eine optimale, geschmeidige und musikalisch erfüllende Spielart ergibt.

Mein Spiel und Unterrichten ist von dieser Reflexion beeinflußt. Zur Zeit bereite ich die Veröffentlichung eines Buches darüber vor. Bei Interesse stehe ich gerne für inhaltliche Diskussionen zur Verfügung.

Zum Einstieg kann ich folgende Literatur empfehlen:

  • Elisabeth Caland: Die Deppe´sche Lehre des Klavierspiels, Wilhelmshaven 2004.
  • Sergiu Celibidache: Über musikalische Phänomenologie, München 2001.
  • Louis Landuyt: Vom Singen und der Kunst der Lebendigkeit, Frankfurt 2005.
  • Elgin Roth: Klavierspiel und Körperbewußtsein, Augsburg 2001.
  • Alexander Truslit: Gestaltung und Bewegung in der Musik, Berlin 1938.

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